Tanz dich schlank und sexy
12. Februar 2010 | von Marion | Kategorie: Sport & Fitness
Auf der Party gibt es neben Bier und Buffet noch Musik, um das Tanzbein zu schwingen. Doch warum sitzt manch einer lieber auf dem Hocker während ein anderer nicht von der Tanzfläche zu bekommen ist? Genau damit befasste sich der britische Psychologe Peter Lovatt. Sein Forschungstitel klingt Filmreif: das Tanz- und Balzverhalten von Partygängern.
Während einige stehend oder sitzend, mit Bein oder Kopf zur Musik wippen, lassen es andere mit Diskofox und Co richtig krachen. Wer sich einigermaßen bewegen kann und etwas Kreativität und Körpergefühl an den Tag legt, hat es bei der Damenwelt viel leichter.
Mr. Lovatt oder auch bekannt als “Dr. Dance” glaubt, dass es drei Faktoren gibt, die entscheiden wie selbstbewusst und attraktiv man sich auf die Tanzfläche gibt: das Alter, das Geschlecht und die Gene.
Zu dem Ergebnis kam der Forscher nach einem Jahr Clubbesuche. Um die Antwort zu erhalten, welcher Tanzstil auf das andere Geschlecht attraktiv wirkt, untersuchte er zunächst Ring- und Zeigefinger. Der Grund, das Verhältnis von Ring- und Zeigefinger lässt auf den Testosteronspiegel schließen. Je länger der Ringfinger, desto höher der Spiegel.
Die Tänzer wurden dann aufgefordert, in einem Nebenraum 30 Sekunden vor einer Kamera zu tanzen. In seinem Tanzlabor wurden die Aufnahmen dann bearbeitet, so dass nir noch eine Silhouette zu sehen war. Nun kamen die Damen und bewerteten die Herren von 1=sehr attraktiv bis 5=sehr unattraktiv.
Klare Gewinner waren die Teilnehmer mit dem höchsten Testosteronspiegel. Wer hier die Erklärung haben möchte, sie tanzten mit großen Bewegungen, die kunstvoll variiert wurden. Allerdings wer sich nicht koordinieren kann, wird als dominanter Platzhirsch keine Herzdame erobern.
Auch bei den Damen haben gibt es diesen Zusammenhang. Allerdings ist die Reaktion der Männer genau umgekehrt. Die Tänzerinnen mit hohem Hormonspiegel bewegten mehr Körperteile und recht unkontrolliert. Die Damen mit einem geringeren Hormonwert bewegten dezent ihre Hüften und erhielten die Besten Bewertungen.
Mittlerweile ist Lovatt ein gefragter Redner und seine Forschung berühmt. Er selbst war früher Profitänzer und studierte Englisch und Psychologie. Sein Motiv: viele Menschen beschäftigen sich mit der Tanztherapie aber niemand mit dem psychologischen Aspekt.
Aber tanzen lohnt auf jeden Fall, wenn nun nicht einfallsreich und attraktiv für das andere Geschlecht, so ist es dennoch gut für die Figur. Verbrennen Sie also beim Tanzen ordentlich Kalorien. Auch wenn uns der Winter noch eine Weile erhalten bleibt, der Frühling kommt definitiv.
via: Spiegel / Bild: istockphoto/Fotosmurf03





