Wie mixt man den perfekten Martini?
3. Februar 2009 | von Bernd | Kategorie: Spezialthemen
Geschüttelt oder gerührt? Jeder der James Bond Filme gesehen hat, kennt diese Frage. Aber nur die wenigsten wissen, wie man einen perfekten Martini mixt. Dabei wird der Martini als Cocktail immer beliebter: egal ob als Gin Martini, Wodka Martini, Dry Martini oder Dirty Martini.
Was gehört nun in den klassischen Martini?
Wer sich alte Filme mit Humphrey Bogart oder Cary Grant anschaut: In den klassischen Martini gehört Gin und Vermouth und er wird gerührt. Heutzutage wird aber immer häufiger Wodka statt Gin im Martini gewünscht. Auch 007 trinkt seinen Martini mit Wodka und geschüttelt statt gerührt.
Generell macht vor allem die Qualität des verwendeten Alkohols einen guten Martini aus. Der für den Martini verwendete Wodka sollte einige Male destilliert wurden sein, denn diese Wodkas haben ein weicheres Aroma. Dies ist nicht der Fall bei niedrigpreisigen Wodkas wie Smirnoff oder Absolut. Letztere sollten Wodka-Mixgetränken wie Wodka-Orange, Bloody Mary oder Wodka Tonic vorbehalten bleiben.
Für den Wodka Martini kommen unter anderem Grey Goose, Ketel One oder Belvedere in Frage, für den Gin Martini unter anderem Tanqueray oder 47%iger Bombay Saphire. Als hochwertige Vermouths empfehlen sich Noilly Prat oder Martini Extra Dry.
Martini mixen: nun geht’s los
- Zur Vorbereitung die Gläser kurz vor 10-15 Minuten in den Gefrierschrank stellen oder Eiswürfel und etwas Wasser hinein geben, um die Gläser abzukühlen.
- Wenn der Martini mit Vermouth gemixt werden soll: je weniger Vermouth, desto trockener („dry“) wird der Martini. Man sollte auf keinen Fall zu viel Vermouth verwenden, da dieser sonst den Basisalkohol aus Gin oder Wodka geschmacklich dominiert. Einige Martini-Fans verzichten sogar komplett auf den Vermouth. Meist kommen 5,5 cl Gin oder Wodka und 1,5 cl Dry Vermouth in den Martini.
- Olivenwasser: Wer seinen Martini „dirty“ mag, gibt einen Schuss Olivenwasser hinzu. Je mehr davon, desto „schmutziger“ – gemeint ist, der Martini sieht „trüber“ aus. Echte Martini-Fans verzichten aber darauf.
- Geschüttelt: zu einem Cocktail-Shaker greifen und diesen zur Hälfte mit Eiswürfeln füllen und Wodka oder Gin und wenn gewünscht Vermouth und etwas Olivenwasser dazu gießen. Mit voller Energie für circa 10-20 Sekunden shaken. Das wäre dann die James Bond Art. Den Mix (ohne das Eis!) in die gekühlten (und ebenfalls von den Eiswürfeln befreiten) Gläser gießen.
- Gerührt: wer es klassisch mag der rührt. Eiswürfel in ein großes Glas, Gin / Wodka und, wenn gewünscht, Vermouth darüber gießen und dann kurz und schnell rühren. Wie beim geschüttelten Martini, ohne Eis in die vorgekühlten Gläser abgießen.
- In einigen Cocktailbars kommt noch ein Schuss Orange Bitter hinzu
Nun nur noch einen Zahnstocher mit 1 bis 3 grüne Oliven dazu und fertig ist der Martini. Aber auch hier gibt es den einen oder anderen, der statt der Olive Zitronenschale bevorzugt.
Daniel Craig wählte in „Ein Quantum Trost“ diese etwas ungewohnt unmännliche Abwandlung: 4cl Smirnoff Black Label (Smirnoff ist Sponsor im neuen James Bond…) , 2 cl Campari oder Aperol, 6 cl Blutorangensaft. Da kann er das nächste Mal ja gleich einen Cosmopolitan (bekannt aus „Sex & the City“) oder einen Apple Martini trinken….
Ein letzter Satz soll nicht die Freude am Martini schmälern, aber bewusst machen, dass es sich hier um einen zwar klaren, sehr maskulinen, aber durchaus kalorienreichen Cocktail handelt:
- Wodka Martini Dry (mit Vermouth): 154 kcal
- Gin Martini Dry (mit Vermouth): 169 kcal
- „Quantum Trost“ Martini: 174 kcal
Bilderer: pixelio/smartwizard.de





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