Wenn der Rücken schmerzt
25. Mai 2009 | von Marion | Kategorie: Spezialthemen
Schmerzt jede Bewegung, ist es höchste Zeit etwas zu tun. Häufige Ursache ist der Job. Zuerst sind es Schmerzen im Nacken, dann Rücken und schließlich sogar Arme und Beine. Gemäß einer GfK Umfrage leiden fast 40 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Jahr und sogar 12 Prozent mehrmals oder ständig unter Rückenschmerzen.
Die Gründe dafür überraschen nicht, zu wenig Bewegung und zu viel Essen. Bei dieser Kombination lässt die Muskelkraft nach und die Extra-Kilos belasten das Kreuz noch mehr. Medikamente lindern die Schmerzen, bekämpfen aber nicht die Ursachen.
Als Betroffener scheint es oft schwer, etwas dagegen zu unternehmen. Wo soll man anfangen?
Die wichtigste Maßnahme ist mehr Bewegung. Hier vor allem ein Sport mit gezielten Übungen für Rückenschmerzpatienten. Fast jedes Fitness-Studio bietet diese Kurse an. Damit die Wirkung spürbar wird, müssen die Kraft- und Dehnungsübungen allerdings regelmäßig durchgeführt werden. Aber auch im Alltag lässt sich einiges tun:
- In Bewegung bleiben. Wer beruflich viel sitzt, sollte mindestens zwei- bis viermal pro Stunde die Haltung wechseln. Dabei ist auch ein gelegentliches Lümmeln erlaubt. Besser noch, möglichst oft aufstehen oder wenigstens die Beine bewegen.
- Lasten verteilen. Den Wochenendeinkauf lieber auf zwei Taschen verteilen oder regelmäßig die Seite wechseln. Auch die Hebetechnik ist wichtig, besonders wenn die Probleme öfter auftreten. Wer jeden Tag viel tragen muss, nimmt lieber einen Rucksack oder Trolley, auch wenn es merkwürdig aussieht.
- Matratzen checken. Ein erholsamer Schlaf ist wichtig. Um Verspannungen vorzubeugen empfehlen neueste Studien eine mittelharte Unterlage. Eine Beratung beim Fachmann inklusive Probe liegen lohnt sich auf jeden Fall.
Ist der Schmerz akut, verfällt der Körper automatisch in eine Schonhaltung. Doch genau diese sollte vermieden werden, da sie weitere Muskelverspannungen auslöst. Linderung schaffen hier auch Rückenbandagen oder Tapes, allerdings nicht auf Dauer. Ähnlich verhält es sich mit Gels oder Salben. Sie helfen, sind aber keine permanente Lösung.
Bei Muskelverspannungen lindert oft auch Wärme den Schmerz. Zudem bietet ein Bad oder eine Wärmflasche auch gleich die Gelegenheit, etwas zu entspannen. Die Substanzen eines Wärmepflasters fördern die Durchblutung und dämpfen den Schmerz.
Übergewicht und Nikotin verschlechtern die Situation. Die Wirbelsäule wird viel mehr belastet und der Stoffwechsel verschlechtert. Es gilt also regelmäßig die Notbremse zu ziehen. Mit der amapur Stundendiät ein Kinderspiel.
Bild: istockphoto/djma




