Was steckt wirklich drin?

5. September 2011 | von | Kategorie: Spezialthemen

Fette, Kohlenhydrate und Eiweiße sind Grundbestandteile der Nahrung. Zunehmend lassen sich aber auch weitere Inhaltstoffe auf der Zutatenliste der Produkte finden. Damit die Mahlzeit nicht nur gut schmeckt, sondern auch gut aussieht und riecht, hat die Industrie reagiert. Auf der Verpackung werden Zusatzstoffe mit Klassennamen (Anwendungsgrund) und chemischem Namen angegeben. Sie werden Lebensmitteln absichtlich zugesetzt, um eine bestimmt Wirkung zu erzielen.

  • Farbstoffe, um dem Produkt Farbe zu verleihen oder Verluste wieder auszugleichen (E100-180)
  • Konservierungsstoffe, um die Haltbarkeit zu verlängern (E200-283)
  • Säurerungsmittel, um den Säuregrad zu erhöhen (E260-297)
  • Antioxidianten verlängern die Haltbarkeit, in dem sie vor den schädlichen Auswirkungen der Oxidation  Schützen (E300-385)
  • Zusatzstoffe zur Erhaltung der Rieselfähigkeit (E500-585)
  • Geschmacksverstärker, um Geschmack oder Geruch zu intensivieren (E620-948)

Als Verbraucher steht man den E-Nummern misstrauisch gegenüber, was auch gut ist.  Obwohl sie nicht schädlich sind, können sie bei zu hoher Konzentration bei einigen Menschen Reaktionen auslösen.

Glutamat oder Mononatriumglutamat (Geschmacksverstärker E 620 bis 625)

gesunde asiatische gourmet kücheAls Eiweißbestandteil kommt Glutamat auch in Lebensmitteln vor z. B. Bohnen, Möhren,  Tomaten, Lachs, Rind-, Huhn- oder Lammfleisch. Auch wenn unser Körper geringe Mengen selbst herstellt, ist der Botenstoff, der für die Informationsvermittlung verwendet wird, nicht harmlos.

Studien an Ratten zeigten, dass Glutamat die  Sättigungssignale stört. Die Tiere, die Glutamat erhielten, aßen schneller, gieriger und auch doppelt so viel wie die Vergleichsgruppe.  Ob die Wirkung auch auf Menschen zutrifft, ist nicht bewiesen.

Da aber Glutamat auch die Ausschüttung von Insulin und Kortion fördert, sehen einige Ärzte in einem hohen Konsum die Ursache von Appetitstörungen, Hungeratacken und Übergewicht.

Zwischen 10 und 20 Gramm Glutamat werden täglich aufgenommen. Noch sind nicht alle Fragen geklärt. Zu vielschichtig ist die Entstehung von Übergewicht und zu individuell unser Körper.

Auch Lebensmittel ohne Zutatenliste (z. B. lose Ware) müssen durch die Angabe „mit Geschmacksverstärker“ an oder bei der Ware oder als Aushang gekennzeichnet sein.

Bild: Fotolia / Lucky Dragon

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Ein Kommentar
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  1. Das Glutamat einen Heißhunger hervorruft mag nicht bewisen sein. Es ist aber ein Erfahrungswert. Jedenfalls bei Chips und anderem Knabberkram funktioniert das so. Und das nicht nur bei mir, sondern auch bei allen geladenen Gästen.
    Jedesmal wieder.:)

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