Ausdauer vs. Kraft

2. Juli 2009 | von Marion | Kategorie: Spezialthemen


Sicher beide Trainingsarten sind besser, als faul auf dem Sofa zu hocken. Doch welches Training lohnt sich mehr, um noch schnell einige Kilos zu verlieren?

Das Ausdauertraining

Wird eine sportliche Leistung möglichst lange aufrechterhalten und deren Ermüdung zurückgehalten, spricht man vom Ausdauersport. Oft wird es mit der Kondition gleichgestellt, obwohl es neben Schnelligkeit, Kraft und Beweglichkeit ein Teilgebiet ist. Die häufigsten Ausdauersportarten sind Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Inline-Skating. Klarer Vorteil der Sportarten, sie können in der Natur durchgeführt werden.

ausdauerDer Kaloriencheck:

Um Kalorien zu verbrennen, ist Laufen am effektivsten. Pro Stunde werden hier im Durchschnitt 550 Kcal verbrannt. Auch Nordic Walking (450 Kcal) bringt, exakt ausgeführt, enorme Minuspunkte auf dem Kalorienkonto. Wer sich damit nicht so anfreunden kann, auch Brustschwimmen ist nicht zu verachten (435 Kcal).

Die Hauptsache ist, es macht Spaß, denn die Ausdauer lässt sich nicht über Nacht verbessern. Einige Tipps fürs Training:

  • Als Newcomer oder nach Pausen bitte langsam starten.
  • Regelmäßig trainieren, besser drei Einheiten a 20 Minuten, als einmal 60 Minuten.
  • Abwechslung einbauen indem Sportart (Schwimmen, Laufen, Radfahren), Strecke oder Intensität variiert werden.
  • Trainingspausen einhalten, denn die Zeit dazwischen ist wichtiger, als gedacht. Für Anfänger gelten mindestens 24 Stunden Regeneration.

Wichtig ist eine moderate Leistungssteigerung, auch wenn es Spaß macht und die ersten Erfolge motivieren. Wer Schwierigkeiten hat, sollte sich einen Partner suchen oder an einen Trainer wenden. Lässt der Job oder die Familie wenig Zeit, nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Es gilt den inneren Schweinhund zu überwinden und wenn es einmal pro Woche der Crosstrainer im Fittnessstudio ist.

Das Krafttraining

Im Krafttraining geht es neben der Steigerung der Kraft um einen gezielten Muskelaufbau. Für einen optimalen Erfolg, sollten die Ziele vorher festgelegt werden. So kann das Training effektiv geplant werden, denn Krafttraining ist mehr als einfach nur Gewichte stemmen. Ein ausgeklügelter Trainingsplan dient wesentlich zur Reduzierung von Fettgewebe bei. Auch die Rehabilitationsmedizin empfiehlt Übungen zur Kräftigung der Muskulatur und Wirbelsäule.

kraftDer Kaloriencheck:

Nicht nur im Ausdauertraining werden Kalorien vernichtet, allerdings sind es im Krafttraining meistens weniger. Zum Ermitteln des Verbrauchs eignen sich Pulsuhren. Je nach Ausgangsgewicht, Alter, Gewichte und Übungen verändert sich der Verbrauch. Doch der vermeintliche Nachteil ist keineswegs negativ, denn mehr Muskeln verbrennen später auch wieder mehr Fett.

Da der Weg zum Mister Universum lang ist, einige Tipps:

  • Realistische Ziele setzen. Lieber kleinere Etappen planen und diese erreichen.
  • Die Trainingszeiten fest in die Wochenplanung integrieren und keine Ausreden suchen.
  • Auch das Krafttraining soll Spaß machen. Musik und Gleichgesinnte motivieren.
  • Für optimale Erfolge das Training planen. Profis sind bei der Auswahl der Gewichte, Pausen zwischen den Sätzen, Wiederholungen und Geräten/Übungen gern behilflich.

Auch mit einem geringen Aufwand wird Muskulatur aufgebaut, das Bindegewebe gestrafft und das Herz-Kreislaufsystem gestärkt.  Klarer Vorteil des Krafttrainings ist, es kann in jedem Alter und mit jedem Gewicht angefangen werden. Erfolge stellen sich schnell ein und die ästhetischen Auswirkungen sind äußerst positiv, meistens sogar viel wertvoller als der Blick auf die Waage.

Welcher Sport ist nun besser zum abnehmen?

Vereinfacht gesagt beide, denn Sie bewegen sich und das ist schon mal ein guter Anfang. Wer allerdings in kurzer Zeit Gewicht reduzieren möchte, sollte sich eine Ausdauersportart suchen, denn hier werden einfach mehr Kalorien verbrannt. Um langfristig das Gewicht zu halten und die Figur zu formen, ist wiederum Kraftsport besser, am effektivsten ist jedoch eine Kombination aus Ausdauer- und Kraftsport. Denn so werden optimal Muskeln aufgebaut, die schließlich den Nachbrenneffekt und den Grundumsatz erhöhen.

Aber nicht nur das Training entscheidet über den Abnehmerfolg. Eine kalorienreduzierte Kost unterstützt natürlich. Alkohohl und Nikotin dagegen sind Gift für die Muskulatur. Auch wenn es aus jeder Zeitschrift schallt, viel und richtig trinken nicht vergessen, denn besonders bei Sport an heißen Tagen  benötigt der Körper Flüssigkeit und Mineralstoffe.

Bilder: Istockphoto/gertfrick/DrGrounds

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5 Kommentare
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