Naschen erlaubt
11. Juni 2009 | von Marion | Kategorie: Gesundheit
Am Bekanntesten sind die aufgerollten schwarzen Schnecken. Hergestellt wird Lakritz aus dem Saft der Wurzel des Süßholzstrauches. Diese stammt ursprünglich aus Asien und dem Mittelmeerraum. Das enthaltene Glycyrrhzin der Wurzelrinde verleiht der Lakritze den typischen Geschmack.
Im Gegensatz zu vielen Couch Snacks ist die süße Knabberei auch gut für die Gesundheit. Schon die alten Ägypter, Griechen und Römer waren von ihrer Heilkraft überzeugt und verwendeten diese bei Problemen mit dem Magen, der Atmung oder der Haut.
Studien haben dies bestätigt, die Wurzel stärkt das Immunsystem und schützt Leber und Herz. Sekundäre Pflanzenstoffe senken das Cholesterin und hemmen verschiedene Viren. Aufgrund der antibaktierellen Wirkung ist Lakritz bei Husten oder Erkrankungen der oberen Atemwege absolut empfehlenswert.
Erst als 1760 der Apotheker George Dunhill den damaligen Lakritztalern, die zu therapeutischen Zwecken hergestellt wurden, Zucker zusetzte, wurde Lakritz als Süßigkeit verzehrt. Doch was steckt noch drin im Kringel? Die Grundlage bildet ein Extrakt aus der Süßholzwurzel. Dieser Masse wird je nach Rezeptur Zucker, Glukosesirup, Stärke, Gelantine, Weizenmehl, Salz, pflanzliche Öle und verschiedene Aromen beigemischt.
Wer im Kino gern etwas knabbert und noch an der Urlaubsfigur arbeitet, sollte bei Lakritzschnecken zugreifen. Laut einer italienischen Studie reduziert Lakritz sogar das Körperfett. Bei den Probanden sank zwar der Fettanteil aber die Wage blieb unverändert. Auf jeden Fall ist die schwarze Leckerei figurfreundlich, da in ihr wenig Fett steckt. Vorsicht ist bei den Varianten mit Überzug Vorsicht geboten. Sie enthalten dagegen viel Zucker und Fett, so dass 100 Gramm das Kalorien-Konto durchaus mit 360 Kilokalorien belasten.
Wie mit fast allem gilt auch hier: Die Menge machts. Lakritz in Massen kann den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen. Die Folgen sind Bluthochdruck oder Kopfschmerzen. Experten empfehlen daher täglich nicht mehr als 50 g Lakritz zu essen. Schwangere und Personen, die unter Bluthochdruck, Herz- Kreislauferkrankungen oder Diabetes leiden noch weniger.
Bilder: Pixelio/ Sigrid Rossmann, Dieter Kreikemeier




