Verschmutztes Wasser macht unfruchtbar
9. April 2009 | von Marion | Kategorie: Abnehmen
Britische Forscher haben eine Reihe testosteronblockierender Chemikalien in Flüssen gefunden, die einen negativen Einfluss auf die Fortpflanzung von Fischen und möglicherweise auch den Menschen haben.
Über drei Jahre wurde das Wasser aus 30 Flüssen Englands und rund 1000 Fische untersucht. Die Biologen identifizierten Substanzen, die das Hormon Testosteron hemmen und somit die Fruchtbarkeit reduzieren. Ist die Trinkwassergewinnung nicht gründlich, können Chemikalien in die Nahrungskette gelangen und so die Fortpflanzungsfähigkeit der Männer gefährden. Das Forscherteam setzt seinen Fokus nun auf die Quellen der Flussverschmutzung.
Das Trinkwasser in Deutschland wird regelmäßig kontrolliert und umfangreich aufbereitet. Der Gehalt der schädlichen Chemikalien liegt laut Umweltbundesamt im Mikrogramm-Bereich. Tatsache ist, dass in vielen Ländern Europas die Spermienzahl in den letzten Jahrzehnten weniger geworden ist.
Verantwortlich für die Verschmutzung seien Pflanzenschutzmittel, Biozide und andere chemische Stoffe. Allerdings werden die schädlichen Chemikalien nicht nur über das Trinkwasser, sondern auch über Lebensmittel, Atemluft und Haut aufgenommen.
Wer jetzt Sorgen um seinen potenziellen Nachwuchs hat: Nicht nur die Wasserqualität, auch Lebensweise und Ernährung beeinträchtigen die Spermienqualität. An erster Stelle stehen natürlich Alkohol und Nikotin. Aber auch Übergewicht, ausgiebiges Baden, zu viel Sport oder gar Anabolika beeinflussen die Spermienqualität.
Denken Sie auch bei der nächsten Auswahl von Materialien, Reinigungsmittel, Farben, Fussbodenbeläge oder beim Einkauf von Lebensmittel an die Umwelt. Jeder kann einen Beitrag zum Schutz der Umwelt und in deren Folge der eigenen Gesundheiten leisten, auch wenn er klein ist.
Bilder: Pixelio/Thomas Max Müller





