Macht spätes Essen dick?

10. Februar 2009 | von Marion | Kategorie: Abnehmen


Ja,  spätes Essen macht dick, sagen die Einen und praktizieren Dinner-Cancelling und essen nach 17-18 Uhr gar nichts mehr. Sie schwören darauf, weil sie so ihre Verdauung entlasten und eine angenehme Nachtruhe folgt. Nein, sagen die anderen und verweisen auf die schlanken Südländer, die prinzipiell zwischen 20-22 Uhr essen, warm und in mehreren Gängen.

Tatsache ist, dass viele es gar nicht vor 19 Uhr aus dem Büro nach Hause schaffen. Und das macht es für Berufstätige meist schier unmöglich, nach 18 Uhr nichts mehr zu essen. Wer lang arbeitet, hat abends natürlich auch noch Hunger und wenig Lust, mit knurrendem Bauch ins Bett zu gehen.

Zudem fehlt neben Arbeit, Familie und Hobby oft einfach die Zeit, um regelmäßig zu essen und abends dann noch mit frischen Zutaten lecker und kalorienbewusst zu kochen.  Macht spätes Essen nun dick oder nicht?

In einer Studie mit über 7.000 Personen (Männer und Frauen) wurde kein Einfluss einer spätabendlichen Ernährung auf das Gewicht festgestellt. Wichtiger ist, wie viel Kalorien im Laufe des Tages insgesamt gegessen werden (Tageskalorienbilanz) und nicht zu welcher Uhrzeit gegessen wird. Wer täglich mehr isst als sein Körper verbraucht, der nimmt zu, egal wann er diese Mahlzeiten zu sich nimmt.

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Es gilt die Energiebilanz, denn das Verhältnis zwischen Zufuhr und Bedarf beeinflusst die Entwicklung des Körpergewichts. Werden mehr Kalorien mit der Nahrung aufgenommen, als durch Grundumsatz und Bewegung verbraucht werden, so nimmt man zu. Wer also abnehmen möchte, der muss weniger essen und sich mehr bewegen.

Wer eine Hauptmahlzeit auf den späten Abend verlegt, muss nicht gleich befürchten, dass alles auf den Hüften landet.  Über eine Gewichtszunahme entscheidet die Auswahl und Menge der täglichen Speisen. Achten Sie deshalb bei der Wochenplanung auf:

  • reichlich Obst, Gemüse, Getreideprodukte, Milchprodukte
  • in Maßen mageres Fleisch, magere Wurst, Fisch und Eier
  • wenig gesättigte Fette und Süßigkeiten

Zudem halten ausreichend Schlaf und regelmäßige Mahlzeiten die innere Uhr im Gleichgewicht. Ist dies nicht der Fall, verändert sich die Ausschüttung von Verdauungsenzymen und Botenstoffen, wie z.B. des Appetitzüglers Leptin und des Appetitanregers Ghrelin. Die Folge der Körper wird anfällig für Krankheiten und Übergewicht.

Versuchen Sie auch bei stressigem Alltag, über den Tag verteilt regelmäßig etwas zu essen. So kommt es am Abend nicht zu Heißhungerattacken. Das Abendessen sollte möglichst leicht und nicht zu fett sein (denn das liegt schwer im Magen) und immer eine Portion Eiweiß enthalten. Idealerweise sollten Sie die letzte große Mahlzeit zwei bis drei Stunden vor dem zu Bett gehen essen, das garantiert einen geruhsameren Schlaf.

Bilder: istockphoto /Diskussion: Endopack, Mann: DrGrounds, Pizza: lvinst

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4 Kommentare
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  1. War doch klar, wer diesen humbug glaubt und meint durch Mahlzeiten zu einer bestimmten Uhrzeit abnehmen zu können, der irrt. Abnehmen geht numal nur mit Sport und Diät. Diät im Sinne on weniger kalorien. Das hat sich bewährt und führt letztendlich immer zu einem Erfolg! Jeden Tag ein paar leichte Fitnessübungen und schon nach einigen Monaten machen sich signifikante Veränderungen bemerkbar! Kann ich jdem nur empfehlen! Alles andere ist HokusPokus! ;-) Besten Gruß!

  2. [...] auf seine Kalorienbilanz achtet, der sollte aber magere Wurstsorten bevorzugen,  zum Beispiel Bierschinken. 100 Gramm [...]

  3. [...] rufen, die Pasta vom Lieferservice jedoch nicht. Achten Sie darauf, was Sie trinken und essen. Spätes Essen macht dick, wenn mehr Kalorien aufgenommen, als verbraucht [...]

  4. [...] folgt nach dem Essen die Müdigkeit. Kein Wunder, der Körper muss mehr oder weniger viel Energie zum Verdauen [...]

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